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Kirwa im Dumba in voller Pracht gefeiert – neues Oberkirwapaar gekrönt

Kirchenthumbach. Die Kirchweih in der Marktgemeinde ist mittlerweile eine feste Institution im August geworden. Auf dem festlich herausgeputzten Turnerplatz ließ der Kirwaverein es dieses Jahr richtig krachen. Zum jährlichen Open Air-Spektakel kamen viele Gäste.

Kirwa im Dumba in voller Pracht gefeiert – neues Oberkirwapaar gekrönt

Nach 18 Jahren wurde wieder eine alte Tradition auferweckt. Elf Paare am Baum tanzten den 25 Meter hohen Kirwabaum aus. Foto: Kirwaverein/Kerstin Gerchau
Der Zufall bestimmte mit einem Wecker, wem die Ehre zuteil wird. Das „Oberkirwapaar“ heißt Steffi Striegel und Johannes Schreglmann. Foto: Kirwaverein/Kerstin Gerchau
Der Kirwaverein Kirchenthumbach legte eine tolle Kirwa hin. Der Turnerplatz war am Samstag bis auf den letzten Platz gefüllt. Foto: Kirwaverein/Kerstin Gerchau

Mit dem traditionellen „Kirwa ausgraben“ begann das Fest, bei dem die drei Vereinsneuzugänge gleich eine besondere Aufgabe hatten: Sie mussten die Flasche Hochprozentigen ausgraben. Es wird gemunkelt, dass kurz vorher noch eine zusätzliche Erdschicht aufgebracht wurde, um die Suche zu erschweren.

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Kirwabaum händisch aufgestellt

Der erste Höhepunkt: Ein 25 Meter hoher Kirwabaum wurde ganz traditionell mit reiner Muskelkraft von Hand aufgestellt. Anschließend trafen sich Musiker aus nah und fern zum großen Musikantentreffen und brachten den gut gefüllten Festplatz zum Klingen. An den langen Tisch- und Bankreihen konnten die Gäste eine kleine, aber feine Auswahl an Gaumenfreuden genießen.

Rekordbesuch am Samstagabend

Der Samstagabend sprengte dann alle bisherigen Kirwanächte: Der Festplatz war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die „Gseea Wepsn“ sorgten mit ihrer Musik durchgängig für beste Stimmung an den Biertischen, auf den Bänken und  der Tanzbühne. Ob in der Weinlaube, an der Aperol-Bar oder bei kalten und warmen Speisen – überall herrschte ausgelassene Feierlaune.

Derbleckn gehört dazu

Nicht fehlen durften die Kirwagstanzla, die von Thomas und Jakob Zeitler sowie Matthias Plan mit Begleitung von Ludwig Lindner vorgetragen wurden. Der satirische Rundumschlag traf unter anderem die Marktgemeinde mit ihrer nachhaltigen OGTS, den Verbesserungsbeiträgen sowie die anstehende Sanierung der Lindenstraße. Ebenso wurde die Gmoi auf eine neue Praxis für die beiden Hausärzte angespitzt. In Reimform wurde die Sanierung des Boderhauses besungen und ein reicher Sponsor dafür gesucht. Und natürlich gingen auch wieder einige Spitzen in die Nachbarschaft, Richtung Eschenbach.

Sonntag: Neues Oberkirwapaar gekürt

Der Kirwasonntag stand ganz im Zeichen der Suche nach dem neuen Oberkirwapaar. Nach 18 Jahren ohne diesem Traditionselement wurde der Baum dieses Mal wieder ausgetanzt – dafür errichtete man extra eine 9 mal 7 Meter große Tanzbühne rund um den Baum. Elf Paare tanzten in einer langen und aufwendig einstudierten Formation. Als endlich der Wecker klingelte standen Steffi Striegel und Johannes Schreglmann als neues Oberkirwapaar fest.

Hauptpreis: der Kirwabaum

Die Dumbächer Blaskapelle konnte bei ihrem Heimspiel wieder ihr breites und abwechslungsreiches Repertoire zeigen und gab dem Fest einen wohlklingenden Rahmen. Bei der Tombola, deren Hauptpreis wieder der gesägte und ins Haus gelieferte Kirwabaum war, hatte Marcel Lohner Losglück und kann den mächtigen Stamm bald sein Eigen nennen. Der Erlös kommt in diesem Jahr „Hilfe für Anja e.V.“ sowie dem First Responder Kirchenthumbach zugute.

Traditionell wurde am Montag die Kirwa wieder „eingegraben“ – ein stimmungsvoller Abschluss eines rundum gelungenen Festwochenendes.