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Turbulentes 2:2 – Kartenfestival und späte Treffer in Luhe-Wildenau

Luhe-Wildenau. Trotz dominanter erster Hälfte und einer frühen 2:0-Führung musste sich der SC Luhe-Wildenau gegen den FC Dingolfing mit einem 2:2 begnügen. Vor 220 Zuschauern entwickelte sich eine packende Partie mit drei Platzverweisen und einem dramatischen Last-Minute-Ausgleich.

Turbulentes 2:2 – Kartenfestival und späte Treffer in Luhe-Wildenau

Jubel nach dem 1:0: David Bezdicka, rot-schwarzes Trikot, bringt den SC Luhe-Wildenau bereits in der 5. Minute in Front; Foto: Dagmar Nachtigall
Torwart Daniel Hartnegg und Maximilian Hiltl (beide SC) sind im Zweikampf mit Lukas Hochstetter, blaues Trikot; Foto: Dagmar Nachtigall
Felix Diermeier (SC Luhe-Wildenau, rot) überspringt den am Boden liegenden Marlon Niklas (Dingolfing, blau) nach einem intensiven Zweikampf; Foto: Dagmar Nachtigall
Christoph Laimer (FC Dingolfing) auf dem Weg zurück zur Bank, nachdem er die Rote Karte gesehen hat; Foto: Norbert Tannhäuser
Im Vorwärtsgang: FC-Kapitän Florian Büchner kurbelt die Offensive an und sucht den Weg zum Tor; Foto: Norbert Tannhäuser
Spielertrainer Benjamin Urban (SC Luhe-Wildenau) setzt sich im Luftkampf gegen einen FC-Spieler durch; Foto: Norbert Tannhäuser
Mit viel Übersicht: Jamal Dubois, der Vorbereiter des 1:0, am Ball; Foto: Norbert Tannhäuser
Daniel Ettl (SC, in Rot) im Zweikampf mit dem Ball führenden Fabian Prebeck Sanchez (Dingolfing, in Blau); Foto: Dagmar Nachtigall
Trainer Stefan Grünauer beobachtet das Spielgeschehen aufmerksam von der Seitenlinie aus.; Foto: Dagmar Nachtigall

Trotz dominanter erster Hälfte und einer frühen 2:0-Führung musste sich der SC Luhe-Wildenau gegen den FC Dingolfing mit einem 2:2 begnügen. Vor 220 Zuschauern entwickelte sich eine packende Partie mit drei Platzverweisen und einem dramatischen Last-Minute-Ausgleich.

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Traumstart für den SC

Der SC Luhe-Wildenau begann furios und ging bereits in der 5. Minute in Führung: Nach einer sehenswerten Kombination und einem Doppelpass mit Jamal Dubois traf David Bezdicka überlegt ins kurze Eck. Die Gastgeber dominierten das Spielgeschehen, ließen kaum Chancen zu und belohnten sich in der 18. Minute erneut: Felix Diermeier bediente Nico Argauer per Kopf, der den Ball mit der Brust annahm und ihn sehenswert über FC-Keeper Sebastian Thanner ins Netz lupfte – sein achter Saisontreffer. Mit einer verdienten 2:0-Führung ging es in die Pause.

Rote Karten und späte Gegentore

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen komplett. Der FC Dingolfing kam druckvoll aus der Kabine und erarbeitete sich Chancen, während sich der SC auf Konter verlegte. Dabei hatte der SC großes Pech: Sowohl David Bezdicka als auch Nico Argauer trafen nur das Aluminium. Eine kuriose Phase begann in der 64. Minute, als Christoph Laimer nach einem vermeintlichen Revanchefoul an Jonas Held die glatt Rote Karte sah. Nur drei Minuten später sorgte Schiedsrichter Lukas Penzkofer für den numerischen Ausgleich: Der bereits verwarnte Felix Diermeier sah nach einem harmlosen Foul die Gelb-Rote Karte.

Beide Mannschaften standen nach den Platzverweisen nur noch mit zehn Spielern auf dem Feld, der FC Dingolfing drängte weiter auf den Anschluss. In der 89. Minute traf Lukas Hochstetter aus abseitsverdächtiger Position zum 2:1. Nur zwei Minuten später folgte der Ausgleich: Yannick Justvan köpfte den Ball aus fünf Metern wuchtig ins Tor und besiegelte das 2:2. Kurz vor dem Schlusspfiff wurde Daniel Ettl vom SC Luhe-Wildenau ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Klare Worte auf der Pressekonferenz

Beide Trainer äußerten sich in der Pressekonferenz auch kritisch zur aktuellen Schiedsrichtersituation – nicht nur mit Blick auf dieses Spiel, sondern ligaweit. Sie bemängelten eine fehlende klare Linie in den Entscheidungen und stellten eine deutliche Zunahme von Roten und Gelb-Roten Karten im Vergleich zur Vorsaison fest.

Thomas Seidl (FC Dingolfing): „Fußball ist ein verrückter Sport. Eine schwache erste Halbzeit, eine gute zweite – und am Ende holen wir beim Vizemeister einen Punkt. Das nehmen wir gerne mit.“

Stefan Grünauer (SC Luhe-Wildenau): „Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt, aber es versäumt, das dritte Tor zu machen. So spät zwei Treffer zu kassieren, ist bitter. Über 90 Minuten ist das Unentschieden gerecht, auch wenn es weh tut.“

Tabellensituation und Ausblick

Der SC Luhe-Wildenau bleibt trotz des Rückschlags auf Platz 2 und reist am kommenden Spieltag zum Tabellensiebzehnten FC Kosova Regensburg. Der FC Dingolfing steht auf Rang 8 und empfängt nächste Woche den ASV Burglengenfeld.